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Entwicklung der Pilot-Fertigungslinie „C-Factory“ für die vollautomatisierte Herstellung von Carbonbetonelementen

Offizieller Startschuss für das Forschungsprojekt C-Factory im Rahmen der Pressekonferenz

Verbundpartner

Verbundpartner
Organisation Partnerart
Kahnt & Tietze GmbH Verbundkoordinator
SCHWENK Zement GmbH & Co.KG Partner
BETONWERK OSCHATZ GmbH Partner
ABS - GmbH Storkow Aluminium-, Blech-, Edelstahl-, Stahlbearbeitung Partner
Prilhofer Consulting GmbH & Co. KG Partner
Technische Universität Dresden Partner
Forschungs- und Transferzentrum Leipzig e.V. an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) Partner

Eckdaten

Akronym
C-Factory
Branche
Zement
Laufzeit
01.12.2025 - 30.11.2029
Durchführungsort
Leipzig, Sachsen
Fördervolumen
14.741.100 €

Worum es geht

C-Factory entwickelt eine neuartige industrielle Fertigung für Bauteile aus Carbonbeton. Verbundkoordinator ist die Kahnt & Tietze GmbH. Grundlage ist eine Bauweise, die in mehr als zwei Jahrzehnten Forschung entstanden ist und bereits in ersten Pilotprojekten und Bauwerken erprobt wurde. Nun soll der Schritt in die industrielle Anwendung gelingen.

Im Mittelpunkt steht der Aufbau einer weltweit ersten vollautomatisierten Produktionslinie für Carbonbetonbauteile. Dabei werden digitale Planung, neue Materialien und Baukonstruktionen, moderne Fertigungsprozesse und Verfahren zur CO2-Speicherung verbunden. Carbonbeton kann leichtere, schlankere und langlebigere Bauteile ermöglichen als die klassische Stahlbetonbauweise.

Was neu ist

Im Vorhaben wird CO2 aus der Zementindustrie gezielt mineralisiert. Dabei wird das CO2 chemisch in stabile Karbonate überführt und dauerhaft gebunden. Die entstehenden Karbonate werden in speziell entwickelte Baukonstruktionen aus Carbonbeton integriert. So wird CO2 dauerhaft gespeichert und zugleich als Bestandteil innovativer Bauteile genutzt.

Entwickelt werden sollen CO2-negative sowie energie- und rohstoffeffiziente Wand- und Deckenelemente für den modularen Fertigteilmarkt. In der Pilotfertigung werden drei unterschiedliche Verfahren zur dauerhaften CO2-Bindung durch Mineralisierung sowie Prozesse zur Integration mineralisierter Materialien entwickelt, erprobt und in die automatisierte Produktion eingebunden.

Was herausfordernd ist

Besonders anspruchsvoll ist die Verbindung bislang getrennter Technologien zu einer stabilen industriellen Prozesskette. Neue Materialsysteme, CO2-Mineralisierung, Automatisierung und Qualitätssicherung müssen zuverlässig zusammenwirken. Materialverhalten, Prozessstabilität, Wirtschaftlichkeit und Reproduzierbarkeit müssen unter realen industriellen Bedingungen beherrscht werden.

Das Vorhaben geht deshalb schrittweise vor: Einzelne Verfahren und Prozessschritte werden zunächst in Versuchen und Teilerprobungen untersucht, bevor sie in die Pilotanlage integriert und dort weiter optimiert werden.

Was daraus entstehen kann

C-Factory kann die Grundlage für eine neue industrielle Fertigung klimafreundlicher Carbonbetonbauteile schaffen. Die entwickelte Produktionslinie kann als Referenz für weitere Standorte dienen, zudem kann sie auf bestehende Fertigteilwerke übertragen werden. Langfristig kann das Vorhaben dazu beitragen, Gebäude und Infrastrukturen ressourcenschonender zu bauen und aus heute emissionsintensiven Bauprodukten langfristig CO2-Senken zu entwickeln. Zugleich entstehen Know-how, neue Wertschöpfungsketten und Qualifikationen im Bereich digitaler und automatisierter Bauproduktion.